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Fotograf im Ruhrgebiet: Warum ich hier lebe und arbeite
Meine Straße ist von alten Ahornbäumen gesäumt wie eine kleine Allee, und wenn ich morgens zum Auto laufe, ist das eher ein Spaziergang als ein Weg zur Arbeit. Hinter dem Haus liegt ein Garten, der im Sommer mehr Grün zeigt, als die meisten Kunden aus anderen Städten dem Ruhrgebiet zutrauen. Genau diese Diskrepanz begegnet mir regelmäßig: das Bild von der grauen Industrieregion trifft auf die Realität eines Fotografen im Ruhrgebiet, der zwischen Bäumen wohnt und arbeitet.
Grün, wo es niemand vermutet
Um mein Studio im Dortmunder Unionviertel herum liegt eine große Grasfläche, auf der irgendwann ein zweiter Phoenixsee entstehen könnte. Über das Studio selbst habe ich dort bereits geschrieben, hier geht es um das, was drumherum wächst. Die Stadt hat sich zu der Fläche noch nicht festgelegt, aber beim Blick aus dem Fenster sehe ich schon jetzt mehr Grün als Beton. Wer sich Dortmund aus der Luft ansieht, erkennt, wie viel Wald, Park und Wasser zwischen den Gewerbegebieten liegt. Ein Detail vermisse ich dabei trotzdem: die Altbau-Architektur, wie sie andere Regionen prägt. Viele Gebäude hier sind Verlustbauten aus den Fünfzigerjahren, eine schnelle Antwort auf die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, und das sieht man ihnen an.
Was Kunden erwarten, und was sie finden
Manche Kunden fragen gezielt nach einer stillgelegten Zeche für ihr Shooting, nach Fördertürmen im Verfall, nach Kohlestaub-Ästhetik. Ich muss dann jedes Mal schmunzeln, weil dieses Bild von Dortmund, der größten Stadt im Ruhrgebiet, längst überholt ist. Die Stadt hat sich von der Bergbaustadt zu einem Standort mit Unternehmen wie Materna gewandelt, für die ich seit Jahren fotografiere. Was ich stattdessen anbiete, ist Vielfalt auf kurzen Wegen: Hügel und Wasser liegen im selben Radius wie unberührte Natur, und Großstadtkulisse, Glasbetonarchitektur und stillgelegte Hochöfen sind oft nur eine Viertelstunde Fahrt entfernt. Diese Bandbreite baue ich immer wieder in Corporate-Lifestyle-Shootings ein, wenn ein Unternehmen mehr will als ein neutrales Studiobild.
Ein Branchenmix, der selten geworden ist
Ich fotografiere für Industrie, IT-Unternehmen und den Finanzsektor, für Konzerne genauso wie für Startups, die gerade erst ihr erstes Teamfoto brauchen. Dieser Branchenmix ist über Jahrzehnte gewachsen, nicht über eine einzelne Nische. Dass ich seit über zwanzig Jahren ausschließlich von der Fotografie lebe, ist in einem Beruf, der sich technisch und wirtschaftlich komplett verändert hat, kein Selbstläufer mehr. Für Unternehmen wie Materna oder für Employer-Branding-Projekte im Mittelstand heißt das: Ich kenne die Region, ihre Betriebe und ihre Bildsprache aus jahrzehntelanger Praxis, nicht aus einem einzelnen Projekt.
Nach dem Studium an der FH Dortmund wollte ich nach Hamburg oder Berlin ziehen. Wie ich stattdessen in Dortmund gelandet bin, habe ich an anderer Stelle erzählt, hier ging es um das Leben danach: die Straße mit den Bäumen, die Fläche um mein Studio, ein Kundenportfolio, das quer durch die Branchen geht. Wer für ein Unternehmensshooting eine Location im Ruhrgebiet sucht, findet bei mir keine Klischeebilder, sondern einen Werbefotografen, der die Gegend seit Jahrzehnten kennt.
FAQ
FOTOGRAFIE
Wenn ich mit Kunden aus anderen Regionen spreche, kommen fast immer dieselben Fragen auf: warum ich nicht längst nach Hamburg oder Berlin gezogen bin, was das Ruhrgebiet für ein Unternehmensshooting hergibt, und ob sich die Anfahrt für ein Unternehmen aus einer anderen Stadt lohnt. Diese Fragen sind berechtigt, denn wer nicht hier lebt, kennt meistens nur das alte Bild von der grauen Industrieregion. Ich beantworte sie dir hier so, wie ich sie auch am Telefon beantworten würde, mit den Details, die für deine Planung zählen, nicht mit einer Werbebroschüre voller Behauptungen. Fünf Fragen tauchen dabei am häufigsten auf, und genau die beantworte ich im Folgenden ausführlich.
Warum sollte ich als Unternehmen aus einer anderen Stadt einen Fotografen aus dem Ruhrgebiet buchen?
Weil ich seit über 20 Jahren in der Region arbeite und die Betriebe, Standorte und Branchen hier aus jahrzehntelanger Praxis kenne, nicht aus einer Recherche vor dem Angebot. Für Unternehmen mit Standorten in NRW spart das Anfahrtszeit und Abstimmungsaufwand, weil ich Locations, Lichtsituationen und Genehmigungswege bereits kenne. Kunden wie Materna arbeiten seit Jahren mit mir, gerade weil die Wiederholung ohne langen Vorlauf funktioniert. Wer aus Hamburg oder Berlin bucht, bekommt keinen austauschbaren Fotografen, sondern jemanden, der die Region als Werkzeug nutzt.
Welche Locations nutzt du im Ruhrgebiet für Unternehmensshootings?
Im Umkreis von oft nicht mehr als 15 Autominuten um mein Studio im Dortmunder Unionviertel finde ich Wasser, Hügel, Naturflächen, Großstadtkulisse, Glasbetonarchitektur und stillgelegte Industrieanlagen wie Hochöfen. Diese Bandbreite nutze ich gezielt, wenn ein Corporate-Lifestyle-Shooting mehr Atmosphäre braucht als ein neutrales Studiobild. Anders als das Klischee der stillgelegten Zeche, nach der manche Kunden zuerst fragen, ist die Region heute vor allem geprägt von modernen Bürolandschaften und Grünflächen, etwa rund um den Phoenixsee.
Für welche Branchen fotografierst du im Ruhrgebiet?
Mein Kundenportfolio reicht von Industrieunternehmen über IT-Firmen bis zum Finanzsektor, dazu Konzerne wie Materna genauso wie Startups, die ihr erstes Teamfoto brauchen. Diese Streuung über mehrere Branchen ist über Jahrzehnte gewachsen und kein Zufall einzelner Aufträge. Für Unternehmen bedeutet das, dass ich Bildsprache branchenübergreifend einschätzen kann, weil ich nicht nur eine Nische bediene, sondern zwischen unterschiedlichen Arbeitswelten wechsle.
Arbeitest du auch außerhalb von Dortmund und dem Ruhrgebiet?
Ja, mein Kerngebiet ist Dortmund und das Ruhrgebiet, aber ich arbeite regelmäßig in ganz NRW und gelegentlich in Hamburg oder Berlin, wenn ein Unternehmen mich für ein Projekt dorthin bucht. Der Großteil meiner Aufträge bleibt trotzdem in der Region, weil kurze Anfahrtswege und meine Ortskenntnis hier den größten Unterschied machen. Für Unternehmen mit mehreren Standorten heißt das, dass sich ein Rollout über NRW hinweg ohne große Reisekosten planen lässt.
Wie lange bist du schon als Werbefotograf im Ruhrgebiet tätig?
Seit über 20 Jahren fotografiere ich hauptberuflich in Dortmund und im Ruhrgebiet, nach dem Studium an der Fachhochschule Dortmund. In dieser Zeit hat sich das Berufsbild der Fotografie komplett verändert, und nicht alle Kollegen aus meiner Anfangszeit können heute noch ausschließlich von der Fotografie leben. Dass ich das kann, liegt an der Breite meines Kundenportfolios und an der Region selbst, die sich schneller gewandelt hat, als viele von außen wahrnehmen.






