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Werbeshooting Dortmund: Android-Motive für Mediamarkt und Saturn
Ein Besprechungstisch, ein Sofa vor Google TV, ein Läufer im Grünen: Für die Android-Abteilung von Google habe ich ein Werbeshooting in Dortmund und Umgebung produziert. Die Motive laufen bei Mediamarkt und Saturn und bewerben Android-Geräte, darunter Smartwatches, Google TV und ein Chromebook. Alles, was hinter den Bildern steht, lag bei mir: Cast, Locations, Ablauf, Licht und Bildlook. Wie das zusammenpasst, schreibe ich hier auf.
Auftrag und Cast
Das Shooting bestand aus mehreren Teilen, und ich war für die gesamte Produktion zuständig. Die Props kamen vom Kunden. Meine Aufgabe war, Menschen, Räume und Licht so zu planen, dass die Geräte im Alltag wirken und nicht wie Produktfotos. Zu sehen sind unter anderem ein Beratungsgespräch mit Smartphone und Chromebook, ein Paar mit Tablet vor dem Fernseher und eine Gruppe, die gemeinsam fernsieht.
Gebucht habe ich die Models über verschiedene Agenturen. Einige Rollen waren so speziell, dass sie schwer zu finden waren, deshalb habe ich zum Teil auch in meinem privaten Bekanntenkreis gesucht.
Der Cast sollte divers sein, auch mit Menschen mit Behinderung, die Sport treiben. Gezeigt wird das beiläufig. Der Läufer mit Beinprothese läuft wie alle anderen mit. Ich zoome nicht auf das fehlende Bein, ich rücke niemanden gezielt in den Vordergrund, und ich grenze niemanden aus. Jede Rolle ist gleichwertig, der Fokus liegt auf jedem Einzelnen. So arbeite ich auch in der → Businessfotografie in Dortmund und NRW. Auf vielen Bildern der Serie sieht man die Behinderung gar nicht, und das passt für mich.
Wie ich Werbeproduktionen sonst aufsetze, steht auf der Seite → Werbefotograf in Dortmund.
Locations in Schwerte und Dortmund
Auch das Location Casting lag bei mir. Für die Innenaufnahmen brauchte ich einen großen Raum, der sich verwandeln lässt: hier der Fernseher mit Google TV, dort ein Tisch für eine kleine Besprechungssituation. Gefunden habe ich ihn in Schwerte.
Draußen sollten sportliche Szenen entstehen, und die Bilder sollten urbanen Schick mit etwas Grün und sportlichem Umfeld verbinden. Das habe ich in Dortmund in der Nähe der Westfalenhallen gefunden. Für inszenierte Alltagsmomente mit Menschen wie diese gibt es auch die Seite → Lifestyle Fotografie.
Wetter, Ablauf und Team
Der Shootingplan war lang, und das Wetter musste zum Aufnahmetag passen. Draußen war es kalt, und es stand leicht auf der Kippe. Einen Ausweichplan hatte ich, gebraucht habe ich ihn nicht: Die Vorhersage und verschiedene Wetter-Apps lagen richtig. Drinnen war das Wetter unkritisch, auch wenn es an dem Tag ein wenig regnete.
Am Set waren neben mir die Models, eine Stylistin, eine Visagistin und der Kunde. Damit sich alle vor Ort umziehen konnten, hatte ich einen großen Produktionswagen organisiert.
Licht, Abnahme und Postproduktion
Innen habe ich viel mit Blitzlicht gearbeitet und den Raum zusätzlich ausgeleuchtet. Das Ziel war eine einheitliche, werbliche Lichtstimmung: hell, authentisch, gleichmäßig und ohne viele harte Schatten. Die Motive mussten in verschiedenen Formaten funktionieren, hoch und quer.
Fotografiert habe ich tethered. Die Bilder liefen direkt in den Rechner, und der Kunde schaute schon am Set hinein. Er war glücklich mit dem, was er sah.
Danach folgte viel Postproduktion. Ich habe störende Elemente entfernt, Motive aufgearbeitet und Labels wegretuschiert, die ich nicht brauchte. Außerdem habe ich allen Bildern einen einheitlichen Look gegeben. Das war nötig, weil die Motive an unterschiedlichen Orten entstanden, drinnen in Schwerte und draußen in Dortmund.
Wenn Du ein Werbeshooting mit Cast und mehreren Locations beauftragst, lohnt vor dem Shootingtag eine Frage: Wer verantwortet Besetzung, Orte, Wetterplan und den späteren Bildlook? Bei diesem Projekt lag alles in einer Hand. Das hilft auch dem Kunden am Set, weil er auf dem Bildschirm sofort sieht, wohin die Reise geht. Auf den fertigen Bildern fallen dann nur noch die Menschen und ihre Szene auf, und genau so ist es gedacht.
FAQ
FOTOGRAFIE
Ein Preis klingt erst einmal nach guter Nachricht und wenig Substanz. Wenn Du in Deinem Unternehmen selbst eine Kampagne mit eigenen Mitarbeitenden planst, fragst Du Dich zu Recht, was dahintersteckt: Wie ernst kann man diese Auszeichnung nehmen, wofür genau wurde sie vergeben und welcher Teil davon ist Fotografie? Diese Fragen beantworte ich hier so, wie ich sie im Gespräch beantworten würde. Ich nenne meinen Anteil an der Arbeit und mache nicht mehr daraus, als dahintersteckt, denn bei einer Auszeichnung für ein ganzes Unternehmen wäre alles andere unredlich. Der Preis ging an die EDG und ihren Gesamtauftritt. Was sich daraus für Dein Unternehmen ableiten lässt, kannst Du aber auch ohne Trophäe nachvollziehen.
Wie aussagekräftig ist der Ideenpreis des Marketing Club Dortmund?
Der Marketing Club Dortmund ist ein Berufsverband mit rund 300 Mitgliedern aus Marketing, Vertrieb, Geschäftsführung und Beratung. Er gehört seit 1958 zum Deutschen Marketing Verband und zeichnet einmal im Jahr ein Unternehmen oder eine Einzelperson der Region für besonders innovative Marketingideen aus. Frühere Preisträger sind Borussia Dortmund und Wilo. Ich ordne den Preis deshalb als Fachauszeichnung aus der Dortmunder Marketingwelt ein.
Wofür genau hat die EDG den Ideenpreis 2025 bekommen?
Der Club würdigt den Gesamtauftritt der EDG nach innen und außen, den das Unternehmen über viele Jahre konsequent entwickelt hat. Genannt werden Glaubwürdigkeit, Nähe und Identifikation sowie eine Arbeitgebermarke, die seit mehr als 30 Jahren Menschen begeistert und langfristig bindet. Die Kampagne „Wir sind da.“ ist der sichtbarste Teil dieses Auftritts, aber nicht der einzige. Ausgezeichnet wurde also eine Haltung, die sich durch alle Kanäle zieht, und nicht ein einzelnes Motiv.
Was war Dein Beitrag zur ausgezeichneten Kampagne?
Ich bin der Fotograf der Gelben Helden. Die Porträts der Mitarbeitenden im Sportstars-Look mit hartem Licht, untersichtiger Perspektive und gekreuzten Armen stammen von mir. Sie laufen auf drei Wegen: auf Fahrzeugen, auf der Website und in Social Media. Preisträger ist die EDG für den Gesamtauftritt, und der besteht aus weit mehr als aus Fotografie. Ohne die Gesichter hätte die Kampagne aber ein anderes Gesicht, und genau dafür war ich zuständig.
Kann ich Dich als ausgezeichneten Werbefotografen in Dortmund buchen?
Ausgezeichnet wurde die EDG, nicht ich, und so schreibe ich es auch auf meine Seite. Was ich ehrlich sagen kann: Ich bin Werbefotograf in Dortmund, und meine Porträts sind Teil einer Kampagne, die der Marketing Club Dortmund mit dem Ideenpreis 2025 bedacht hat. Für Dich als Entscheider zählt vermutlich mehr, dass die Bilder über drei Kampagnenstufen und mehrere Kanäle funktioniert haben. Das ist die Referenz, die ich Dir zeigen kann.
Warum zahlt sich eine durchgehende Bildsprache über mehrere Kampagnenstufen aus?
Weil Wiedererkennung Zeit braucht. Die EDG-Kampagne lief in drei Stufen und wechselte dabei Anlass und Ton, vom Auftakt im Stadtbild über den Fußballwitz zur Europameisterschaft 2024 bis zur Bewerberansprache. Die Gelben Helden blieben als Mannschaft der EDG-Familie die gemeinsame Klammer. Ich rate Unternehmen deshalb, die Bildsprache nicht pro Anlass neu zu erfinden. Sinnvoller ist ein Konzept, das mehrere Anlässe übersteht und trotzdem frisch bleibt.
Lohnt sich Employer Branding für Unternehmen, deren Arbeit kaum jemand wahrnimmt?
Die EDG ist dafür ein gutes Beispiel. Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Recyclinghöfe sind Arbeit, die jeder täglich sieht und kaum jemand würdigt. Die Kampagne macht diese Berufsfelder sichtbar und positioniert die Tochtergesellschaften als Arbeitgeberinnen. Ich finde solche Branchen fotografisch dankbar, weil Gesichter dort etwas erzählen, das ein Firmenlogo nicht erzählen kann. Wer selten auffällt, gewinnt durch ein ehrliches Bild mehr als ein Unternehmen, das in jedem Karriereportal gleich aussieht.
Worauf sollte ich bei der Auswahl von Mitarbeitenden für ein Kampagnenshooting achten?
Ich empfehle, nicht nach Fotogenität auszuwählen, sondern nach Berufsfeld und Persönlichkeit. Eine Kampagne wird glaubwürdig, wenn Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zu sehen sind, so wie bei der EDG. Wichtig ist, dass die Teilnahme freiwillig bleibt. Wer sich unwohl fühlt, merkt es vor der Kamera, und das Bild merkt es auch. Am Set gebe ich jedem Zeit zum Ankommen, bevor das erste Bild entsteht.







