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Am 22. September 2026 überreichte der Marketing Club Dortmund gemeinsam mit Bürgermeister Norbert Schilff den Ideenpreis 2025 an die Geschäftsführung der EDG. Ausgezeichnet wurde eine Kampagne, in der Menschen die Hauptrolle spielen und nicht die Fahrzeuge. Die Gesichter dieser Kampagne, die Gelben Helden, habe ich fotografiert. Als Werbefotograf in Dortmund gehört dieses Projekt für mich zu denen, auf die ich am liebsten zurückschaue.
Was der Marketing Club ausgezeichnet hat
Der Preis ging nicht an ein einzelnes Motiv. Der Club würdigt den Gesamtauftritt der EDG nach innen und außen, den das Unternehmen über viele Jahre aufgebaut hat. Die Kampagne „Wir sind da.“ ist dessen sichtbarster Teil. Sie lief in drei Stufen. Zuerst hingen Auftaktmotive auf Citylights und Infoscreens, dazu Banner an den Zäunen der Recyclinghöfe. Zur Fußball-Europameisterschaft 2024 folgten Fahrzeuge und Papierkörbe mit doppeldeutigen Sprüchen wie „Gelb wegen Kleckerns“. Danach wuchs die Kampagne zur Recruiting-Linie „Wir sind da. Wo bist du?“, die die EDG bis heute einsetzt.
Der Club hob Nahbarkeit, Präsenz und Relevanz der EDG in der Stadt hervor. Dass ein Entsorgungsunternehmen einen Marketingpreis gewinnt, weil es Menschen zeigt statt Technik, finde ich bemerkenswert. Die Einzelheiten stehen beim Marketing Club Dortmund, in der Pressemitteilung der EDG und bei Wir in Dortmund.
Der Fotograf hinter den Gelben Helden
Die Gelben Helden sind in der Kampagne die Mannschaft der EDG-Familie, und die Porträts dieser Mannschaft stammen von mir: Sportstars-Look mit hartem Licht, leicht untersichtiger Perspektive und gekreuzten Armen. Meine Bilder sind damit Teil einer Kampagne, die ein Fachverband der Region ausgezeichnet hat. Wie sie im Studio entstanden sind, steht im Beitrag → Wie die Porträts entstanden sind. Dort geht es um Licht und Pose. Hier geht es darum, was aus den Bildern geworden ist.
Ein Porträt in einer solchen Kampagne ist kein Einzelbild. Dasselbe Gesicht muss auf einer Fahrzeugfolie funktionieren, auf der Website und in den sozialen Medien. Es muss in der Fußballphase tragen und später in der Recruiting-Linie. Das gelingt nur, wenn die Bildsprache von Anfang an klar ist und über Jahre nicht kippt. Genau diese Konsequenz hat der Club prämiert. Der Preis gehört der EDG. Die Gesichter dazu habe ich geliefert.
Was Unternehmen aus dem Fall mitnehmen können
An der EDG fällt mir vor allem die Geduld auf. Eine Bildsprache, die über drei Kampagnenstufen trägt, entsteht nicht in einer Saison, und das Unternehmen hat sie nicht gewechselt, als der erste Reiz verflogen war. Dazu kommt die Entscheidung, echte Kolleginnen und Kollegen zu zeigen. Bewerber sehen so die Menschen, mit denen sie am ersten Tag arbeiten würden, und keine Models, die es im Betrieb nicht gibt.
Ein Beruf, den kaum jemand wahrnimmt, ist außerdem kein schlechtes Ausgangsmaterial. Jeder in Dortmund kennt die gelben Fahrzeuge. Wer darin arbeitet, sieht kaum jemand. Dort setzen die Porträts an.
Mein Glückwunsch geht an die EDG und an alle, die diese Kampagne über Jahre getragen haben. Dass meine Porträts Teil dieser Kampagne sind, nehme ich als Werbefotograf in Dortmund gern mit. Wenn Du in Deinem Unternehmen mit eigenen Mitarbeitenden arbeiten willst, schau Dir an, wie ich → Employer Branding Fotografie angehe.
FAQ
FOTOGRAFIE
Ein Preis klingt erst einmal nach guter Nachricht und wenig Substanz. Wenn Du in Deinem Unternehmen selbst eine Kampagne mit eigenen Mitarbeitenden planst, fragst Du Dich zu Recht, was dahintersteckt: Wie ernst kann man diese Auszeichnung nehmen, wofür genau wurde sie vergeben und welcher Teil davon ist Fotografie? Diese Fragen beantworte ich hier so, wie ich sie im Gespräch beantworten würde. Ich nenne meinen Anteil an der Arbeit und mache nicht mehr daraus, als dahintersteckt, denn bei einer Auszeichnung für ein ganzes Unternehmen wäre alles andere unredlich. Der Preis ging an die EDG und ihren Gesamtauftritt. Was sich daraus für Dein Unternehmen ableiten lässt, kannst Du aber auch ohne Trophäe nachvollziehen.
Wie aussagekräftig ist der Ideenpreis des Marketing Club Dortmund?
Der Marketing Club Dortmund ist ein Berufsverband mit rund 300 Mitgliedern aus Marketing, Vertrieb, Geschäftsführung und Beratung. Er gehört seit 1958 zum Deutschen Marketing Verband und zeichnet einmal im Jahr ein Unternehmen oder eine Einzelperson der Region für besonders innovative Marketingideen aus. Frühere Preisträger sind Borussia Dortmund und Wilo. Ich ordne den Preis deshalb als Fachauszeichnung aus der Dortmunder Marketingwelt ein.
Wofür genau hat die EDG den Ideenpreis 2025 bekommen?
Der Club würdigt den Gesamtauftritt der EDG nach innen und außen, den das Unternehmen über viele Jahre konsequent entwickelt hat. Genannt werden Glaubwürdigkeit, Nähe und Identifikation sowie eine Arbeitgebermarke, die seit mehr als 30 Jahren Menschen begeistert und langfristig bindet. Die Kampagne „Wir sind da.“ ist der sichtbarste Teil dieses Auftritts, aber nicht der einzige. Ausgezeichnet wurde also eine Haltung, die sich durch alle Kanäle zieht, und nicht ein einzelnes Motiv.
Was war Dein Beitrag zur ausgezeichneten Kampagne?
Ich bin der Fotograf der Gelben Helden. Die Porträts der Mitarbeitenden im Sportstars-Look mit hartem Licht, untersichtiger Perspektive und gekreuzten Armen stammen von mir. Sie laufen auf drei Wegen: auf Fahrzeugen, auf der Website und in Social Media. Preisträger ist die EDG für den Gesamtauftritt, und der besteht aus weit mehr als aus Fotografie. Ohne die Gesichter hätte die Kampagne aber ein anderes Gesicht, und genau dafür war ich zuständig.
Kann ich Dich als ausgezeichneten Werbefotografen in Dortmund buchen?
Ausgezeichnet wurde die EDG, nicht ich, und so schreibe ich es auch auf meine Seite. Was ich ehrlich sagen kann: Ich bin Werbefotograf in Dortmund, und meine Porträts sind Teil einer Kampagne, die der Marketing Club Dortmund mit dem Ideenpreis 2025 bedacht hat. Für Dich als Entscheider zählt vermutlich mehr, dass die Bilder über drei Kampagnenstufen und mehrere Kanäle funktioniert haben. Das ist die Referenz, die ich Dir zeigen kann.
Warum zahlt sich eine durchgehende Bildsprache über mehrere Kampagnenstufen aus?
Weil Wiedererkennung Zeit braucht. Die EDG-Kampagne lief in drei Stufen und wechselte dabei Anlass und Ton, vom Auftakt im Stadtbild über den Fußballwitz zur Europameisterschaft 2024 bis zur Bewerberansprache. Die Gelben Helden blieben als Mannschaft der EDG-Familie die gemeinsame Klammer. Ich rate Unternehmen deshalb, die Bildsprache nicht pro Anlass neu zu erfinden. Sinnvoller ist ein Konzept, das mehrere Anlässe übersteht und trotzdem frisch bleibt.
Lohnt sich Employer Branding für Unternehmen, deren Arbeit kaum jemand wahrnimmt?
Die EDG ist dafür ein gutes Beispiel. Abfallentsorgung, Straßenreinigung und Recyclinghöfe sind Arbeit, die jeder täglich sieht und kaum jemand würdigt. Die Kampagne macht diese Berufsfelder sichtbar und positioniert die Tochtergesellschaften als Arbeitgeberinnen. Ich finde solche Branchen fotografisch dankbar, weil Gesichter dort etwas erzählen, das ein Firmenlogo nicht erzählen kann. Wer selten auffällt, gewinnt durch ein ehrliches Bild mehr als ein Unternehmen, das in jedem Karriereportal gleich aussieht.
Worauf sollte ich bei der Auswahl von Mitarbeitenden für ein Kampagnenshooting achten?
Ich empfehle, nicht nach Fotogenität auszuwählen, sondern nach Berufsfeld und Persönlichkeit. Eine Kampagne wird glaubwürdig, wenn Menschen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zu sehen sind, so wie bei der EDG. Wichtig ist, dass die Teilnahme freiwillig bleibt. Wer sich unwohl fühlt, merkt es vor der Kamera, und das Bild merkt es auch. Am Set gebe ich jedem Zeit zum Ankommen, bevor das erste Bild entsteht.







