refugee Portraits von Flüchtlingen in Deutschland

Vor einiger Zeit, als die Flüchtlingskrise noch nicht in aller Munde und Themen mancher Stammtische war, habe ich diese Portraitserie fotografiert. Die Menschen vor der Kamera sind allesamt aus Kriegsgebieten geflohen.
Ein einfaches Set, alles konzentriert auf den Menschen, dessen Gesicht, und die stille Geschichte, die dieses erzählt. Von meiner Seite her gab es kaum Anweisungen, die Menschen haben sich so gezeigt, wie sie sind.
Vor der Kamera standen Menschen, die den langen Weg aus dem Irak oder Syrien auf sich genommen haben und zu dem damaligen Zeitpunkt in einer Flüchtlingsunterkunft lebten.
Die Postproduction hat sich auf das Nötigste beschränkt – die Menschen sind echt und authentisch.

FAQ

FOTOGRAFIE

Dieses Projekt entstand, bevor die Flüchtlingskrise ein Begriff war. Bevor Millionen von Bildern über Schlauchboote und Grenzzäune die Schlagzeilen füllten. Ich war neugierig auf die Menschen – nicht auf das Thema, nicht auf die Politik dahinter, nicht auf das Narrativ. Auf die Menschen.

Was ich gefunden habe, hat mich nicht losgelassen: Gesichter mit Geschichten, die ich nie vollständig verstehen werde. Blicke, die mehr sagen als jede Überschrift. Menschen, die sich für einen Moment in meiner Kamera gesehen haben – und die ich dafür danke, dass sie zugelassen haben, gesehen zu werden.

Dokumentarfotografie ist für mich kein Journalismus. Sie ist ein Akt des Zuhörens. Hier beantworte ich die häufigsten Fragen zu diesem Projekt – Konzept, Entstehung und was es mit meiner weiteren Arbeit zu tun hat.

Wann und wie entstand das Projekt 'Refugee Portraits'?

Das Projekt entstand vor dem großen öffentlichen Interesse an der Flüchtlingskrise – zu einer Zeit, in der das Thema noch kaum medial präsent war. Ich wollte Gesichter zeigen, bevor sie zu einer Masse wurden: Individuen mit Geschichten, nicht Symbole einer Debatte.

Schlichtes Studio-Setup, klares Licht, direkter Blick in die Kamera. Keine Symbolfotografie, keine Klischees – nur Menschen, mit ihrer Würde, ihrem Schmerz und ihrer Stärke. Das Studio als neutraler Raum, der den Menschen in den Vordergrund stellt.

Ja, selbstverständlich. Alle Abgebildeten haben zugestimmt. Trotz Sprachbarrieren war die Kommunikation offen – die Kamera schafft manchmal eine Verbindung, die keine Worte braucht.

Die Bilder wurden im Kontext von Ausstellungen und Publikationen gezeigt. Bei Anfragen zu Ausstellungsbeteiligungen oder Bildlizenzen meld Dich gerne direkt bei mir.

Dokumentarfotografie schärft den Blick für das Wesentliche: keine perfekte Beleuchtung, keine gestylten Szenen. Die Fähigkeit, echte Momente zu erkennen und festzuhalten, macht meine Portraitfotografie authentischer und substanzreicher.