EINE-ZEIT

Zeit fühlbar machen

Was ist Zeit? Die Fotografie hat an sich nur drei Optionen, Zeit darzustellen:

  1. als scharfes, starres Abbild des eingefangenen Augenblicks
  2. als Langzeitbelichtung, die einen beliebig langen Zeitraum zwar einfängt, aber nicht konkret wieder geben kann, da alle Ereignisse durch die lange Belichtungszeit in genau einer Aufnahme eingefangen werden
  3. als fotografisch erzählte Geschichte, in der Fotografien ein vorher und nachher zeigen und so vergangene Zeit erahnbar machen
Alle anderen Möglichkeiten sind dem Film vorbehalten. Nun war jedoch mein Denkansatz, Zeit sichtbar in einem Bild einzufangen. Ein Einzelbild, bestehend aus Zeit. Komprimiert in einem Bild. EINE-ZEIT

Mit Hilfe der Programmiersprache Python habe ich selbst-gemachte Time-Lapse-Aufnahmen seziert und wieder zu einem Bild zusammengefügt, so das sich der dargestellte Zeitraum im Bild über mehrere Minuten, aber auch über Stunden bzw. Tage hinweg zieht. 

Dabei muß die Kamera nicht einmal feststehend sein, sie bewegt sich in den Bildern mitunter nicht nur durch die Zeit, sondern auch durch den Raum. 

Eine spannende Konzeptfotografie, welche die Limitierungen meiner kommerziellen Fotografie aufbricht.

Kunstprojekt mit Hilfe eines umfangreichen Python Codes
Künstlerisches Projekt, das ein Bild aus tausenden Einzelbildern zusammen setzt
Künstlerisches Projekt, das ein Bild aus tausenden Einzelbildern zusammen setzt
Künstlerisches Projekt, das ein Bild aus tausenden Einzelbildern zusammen setzt
Vertikale Linienstrukturen in Blau-, Weiß- und Schwarztönen zeigen Zeit als visuelle Kompression.

FAQ

FOTOGRAFIE

Was ist Zeit – und wie macht man sie sichtbar? Das ist die Frage, die hinter dem Projekt ‚Eine Zeit‘ steht. Nicht als Philosophie-Vorlesung, sondern als fotografisches Experiment: Kann ich mit der Kamera etwas zeigen, das man normalerweise nicht sieht?

Fotografie friert Zeit ein. Aber sie kann auch das Gegenteil tun: Bewegung über Sekunden oder Minuten in einem einzigen Bild verdichten, oder eine Geschichte über mehrere Bilder hinweg erzählen. Alle drei Ansätze habe ich in diesem Projekt erkundet – ohne vorher zu wissen, was dabei herauskommt.

‚Eine Zeit‘ ist kein fertiges Werk. Es ist ein Prozess. Ein Denken-in-Bildern über etwas, das sich immer entzieht. Ich beantworte hier die wichtigsten Fragen dazu – Konzept, Technik und was dieses Projekt für mich bedeutet.

Was bedeutet der Titel 'Eine Zeit'?

‚Eine Zeit‘ ist ein konzeptuelles Fotoprojekt über die visuelle Darstellung von Zeit. Fotografie kann Zeit auf drei Arten interpretieren: als eingefrorenen Augenblick, als Bewegungsunschärfe oder als erzählerische Bildsequenz. Das Projekt erkundet alle drei Ansätze.

Langzeitbelichtung für Bewegungsunschärfe, Hochgeschwindigkeitsblitz für eingefrorene Momente und serielle Bildfolgen für Zeitnarrative. Das Projekt ist Experiment, kein ausgearbeitetes Konzept – das Erkunden stand im Vordergrund.

Rein frei und künstlerisch – ohne Auftraggeber, ohne kommerzielles Ziel. Solche Projekte entstehen aus dem Bedürfnis, fotografische Möglichkeiten jenseits des Auftrags auszuloten und neue Bildsprachen zu entwickeln.

Ausgewählte Arbeiten sind als Prints erhältlich. Bei Interesse meld Dich direkt bei mir.

Konzeptuelle Fotografie beginnt mit einer Frage, nicht mit einem Motiv. Sie zwingt mich, über das Bild hinaus zu denken – über Bedeutung, Wirkung und Kontext. Das schärft den Blick für alles, was ich fotografiere – auch kommerzielle Aufträge.