Einsamkeit und Isolation in der Großstadt
Diplomarbeit Markus Mielek an der Fachhochschule Dortmund im Fachbereich Fotodesign / Kommunikationsdesign
Zwölfteilige Serie, die mit der Einsamkeit des Individuum in der urbanen Großstadt spielt. Die Serie habe ich 2009 an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet mit Modellen und Freunden umsetzen können.
Kokon ist meine Diplomarbeit – und bis heute eines der Projekte, auf das ich am stolzesten bin. Nicht wegen der Note, sondern wegen des Prozesses: ein Jahr lang ein Thema durchhalten, das sich nicht leicht fotografieren lässt. Einsamkeit in der Stadtgesellschaft. Menschen, die mitten im Ruhrgebiet, einer der dichtest besiedelten Regionen Deutschlands, allein sind.
Ich habe 2009 an der FH Dortmund Fotografie studiert und für meine Diplomarbeit eine 12-teilige Serie entwickelt. Die Bilder zeigen keine Obdachlosen, keine Verzweifelten – sondern ganz normale Menschen in ganz normalen urbanen Situationen. Die Isolation entsteht durch die Haltung, durch den Blick, durch die Leerstelle, die zwischen Mensch und Stadt bleibt.
Was ich damals nicht wusste: Das Thema würde mich nicht loslassen. Zwölf Jahre später entstand Kokon II – mitten in der Pandemie. Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen zu diesem Projekt und zu dem, was daraus gewachsen ist.
Worum geht es in Deiner Diplomarbeit ‚Kokon‘?
A: Kokon ist eine 12-teilige Fotoserie aus meiner Diplomarbeit an der FH Dortmund (2009). Das Thema: Einsamkeit und Isolation in der modernen Stadtgesellschaft. Die Bilder zeigen Menschen im Ruhrgebiet, die sich trotz urbaner Dichte in ihren eigenen Kokon zurückziehen.
Alle Bilder entstanden im urbanen Außenraum des Ruhrgebiets. Klare Bildsprache, starke Komposition, gedämpfte Farbpalette. Die Isolation entsteht nicht durch Einsamkeit der Location, sondern durch die Haltung und Körpersprache der fotografierten Personen.
Die Arbeit wurde im Rahmen der Diplomausstellung an der FH Dortmund präsentiert und in weiteren Ausstellungen gezeigt. Bei Anfragen meld Dich gerne direkt bei mir.
Ja – Kokon II ist die direkte Fortsetzung. Das Thema Isolation war mit der Pandemie auf einmal gesellschaftlich präsent. Was 2009 als persönliche Beobachtung begann, war 2021 kollektive Realität geworden. Die beiden Projekte bilden eine zusammenhängende Serie.
Kokon war mein erster Beweis für mich selbst, dass ich ein komplexes, mehrteiliges Projekt über längere Zeit durchhalten und zu einem kohärenten Bildwerk formen kann. Diese konzeptuelle Disziplin prägt meine Arbeit bis heute.